Peng-Fei Guo et al. 2026: Plant traits rather than plant phylogenetic and functional diversity drive bee diversity in a subtropical forest

Journal of Plant Ecology, rtag110, https://doi.org/10.1093/jpe/rtag110

Mitwirkende Mitglieder von MultiTroph: Peng-Fei Guo, Yi Li, Ming-Qiang Wang , Michael Orr, Massimo Martini, Jing-Ting Chen, Qing-Song Zhou, Xiao-Yu Shi, Arong Luo, Ze-Qing Niu, Alexandra-Maria Klein, Chao-Dong Zhu

Zusammenfassung: Diese Studie untersucht die relative Bedeutung von Pflanzenmerkmalen, phylogenetischer Diversität und funktioneller Diversität für die Vielfalt hohlraumnistender solitärer Bienen in subtropischen Wäldern. Sie zeigt, dass Wälder, die von Pflanzen mit größeren Blattflächen und einem höheren Blatt-Trockenmassegehalt dominiert werden, mehr Bienenarten beherbergen, während Maße der phylogenetischen und funktionellen Diversität der Pflanzen nur geringe oder gar keine Auswirkungen haben. Die Ergebnisse legen nahe, dass Bienen vor allem auf Pflanzeneigenschaften reagieren, die die Habitatstruktur und die Verfügbarkeit von Ressourcen beeinflussen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung wichtiger Pflanzenmerkmale, nicht nur des Artenreichtums, bei der Entwicklung von Strategien zur Waldrestaurierung und zum Schutz von Bestäubern.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Pflanzenmerkmale die Vielfalt der Solitärbienen besser vorhersagen als allgemeinere Maße der phylogenetischen oder funktionellen Pflanzenvielfalt. Folglich könnten Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen davon profitieren, wenn die funktionellen Eigenschaften der Pflanzenarten berücksichtigt werden, als wenn lediglich die Anzahl der Pflanzenarten maximiert wird.