Nature Communications 17, Article number: 5787, https://doi.org/10.1038/s41467-026-75046-0
Mitwirkende Mitglieder von MultiTroph: Georg Albert, Michael Staab, Arong Luo, Jingting Chen, Alexandra Erfmeier, Felix Fornoff, Alexandra-Maria Klein, Yi Li, Thomas Scholten, Steffen Seitz, Ming-Qiang Wang, Naili Zhang, Helge Bruelheide, Xiaojuan Liu, Chao-Dong Zhu, Andreas Schuldt
Zusammenfassung: Die Forschenden untersuchten, wie sich Biodiversität auf die Multifunktionalität von Ökosystemen auswirkt, indem sie nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Netzwerke der Interaktionen zwischen Arten analysierten. Hierfür nutzten sie Daten aus dem BEF-China-Experiment und kombinierten Informationen zu elf verschiedenen Typen von Interaktionsnetzwerken sowie 34 Ökosystemfunktionen über mehrere trophische Ebenen hinweg. Die Ergebnisse zeigen, dass größere und stärker strukturierte Interaktionsnetzwerke die Multifunktionalität von Ökosystemen fördern, wobei spezialisierte Wechselwirkungen vorteilhafter sind als stark vernetzte, generalistische Interaktionen.
Schlussfolgerung: Insgesamt zeigt die Studie, dass die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen nicht nur von der Biodiversität selbst, sondern auch von der Art und Weise abhängt, wie Arten miteinander interagieren. Damit unterstreicht sie die Bedeutung eines netzwerkbasierten Naturschutzes, der neben der Erhaltung von Arten auch ihre ökologischen Wechselwirkungen berücksichtigt.
