Biological Conservation 311: 111418, https://doi.org/10.1016/j.biocon.2025.111418
Mitwirkende Mitglieder von MultiTroph: Ming-Qiang Wang, Kai Zhang, Georg Albert, Jing-Ting Chen, Qing-Song Zhou, Arong Luo, Tobias Proß, Helge Bruelheide, Xiaojuan Liu, Chao-Dong Zhu, Andreas Schuldt
Zusammenfassung: Diese Studie untersuchte, wie Baumartenreichtum und funktionelle Diversität die Interaktionen zwischen Pflanzenfressern und Parasitoiden in subtropischen Wäldern beeinflussen. Wang et al. zeigten, dass eine zunehmende Baumartenvielfalt die Diversität von Pflanzenfressern und Parasitoiden erhöhte und zu höheren Parasitierungsraten führte, während eine höhere funktionelle Diversität der Bäume die Parasitierung durch merkmalsvermittelte Einschränkungen der Wirtseignung verringerte. Die Zusammensetzung der Parasitoidengemeinschaften folgte dabei eng dem Artenreichtum und der Identität der Pflanzenfresser und nicht deren Abundanz, was eine starke trophische Kopplung verdeutlicht. Insgesamt zeigen die Ergebnisse kontrastierende Bottom-up-Wirkungswege, über die taxonomische und funktionelle Aspekte der pflanzlichen Diversität multitrophische Gemeinschaften und die Funktionsweise von Ökosystemen prägen.
Schlussfolgerung: Die Studie zeigt, dass ein hoher Baumartenreichtum entscheidend für die Aufrechterhaltung einer wirksamen Top-down-Kontrolle ist, indem er vielfältige Pflanzenfresser- und Parasitoidengemeinschaften fördert, während funktionelle Merkmalsinkongruenzen diese Interaktionen abschwächen können. Naturschutz und Waldbewirtschaftung sollten daher sowohl artenreiche als auch funktionell kompatible Baumgemeinschaften erhalten, um widerstandsfähige multitrophische Interaktionen unter dem fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt zu unterstützen.
