Research Ideas and Outcomes 12: e181743, https://doi.org/10.3897/rio.12.e181743
Mitwirkende Mitglieder von MultiTroph: Alexandra-Maria Klein, Helge Bruelheide, Douglas Chesters, Tim Diekötter, Alexandra Erfmeier, Heike Feldhaar, Felix Fornoff, Christina Grozinger, Nina Kranke, Yu Liang, Xiaojuan Liu, Arong Luo, Yvonne Oelmann, Michael Orr, Jana S. Petermann, Huijie Qiao, Finn Rehling, Manuela Sann, Thomas Scholten, Andreas Schuldt, Steffen Seitz, Michael Staab, Simon Thorn, Ming-Qiang Wang, Zhi-Shu Xiao, Naili Zhang, Chao-Dong Zhu
Zusammenfassung: Die traditionelle Forschung zur Beziehung zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen (BEF) hat gezeigt, dass artenreiche Pflanzengemeinschaften die Produktivität, die Kohlenstoffbindung und die Stabilität von Ökosystemen erhöhen. Die Rolle höherer trophischer Ebenen bei diesen Effekten ist jedoch bislang nur unzureichend erforscht. Um diese Wissenslücke zu schließen, nutzt MultiTroph die experimentelle Plattform BEF-China, das weltweit größte Experiment zur Waldbiodiversität, um Arteninteraktionen über verschiedene trophische Ebenen hinweg zu quantifizieren und in Nahrungsnetze zu integrieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Analyse trophischer Interaktionsnetzwerke Aufschluss darüber geben wird, wie sich ökologische Nischen in artenreichen und artenarmen Wäldern überschneiden, und dazu beitragen wird, zu erklären, wann und warum sich Ökosystemfunktionen mit dem Verlust von Arten verändern oder destabilisieren.
Schlussfolgerung: Der Artikel skizziert den konzeptionellen Rahmen und die Forschungsziele von MultiTroph und präsentiert einen ganzheitlichen Ansatz für die BEF-Forschung, indem er explizit höhere trophische Ebenen und deren Wechselwirkungen einbezieht.
