ECTE 2026 in Passau

In diesem Jahr fand die GTOE-Konferenz in der malerischen Stadt Passau statt, der sogenannten „Stadt der drei Flüsse“, wo Ilz, Inn und Donau zusammenfließen. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt konnte man an vielen Gebäuden Wasserstandmarkierungen von vergangenen Hochwassern sehen, die von der langen Geschichte der Stadt im Umgang mit Hochwasser zeugen. Das letzte große Hochwasser ereignete sich im Februar 2024, und während unseres Aufenthalts hatte die Schneeschmelze bereits zu erhöhten Wasserständen geführt. Zusätzliche Niederschläge führten sogar dazu, dass die Donau kurzzeitig über die Ufer trat. Es war interessant, sich vorzustellen, wie die Bewohner im Laufe der Jahrzehnte gelernt haben, mit der ständigen Hochwassergefahr umzugehen.

Aber genug von der Stadt und ihrer Geschichte: Wir waren natürlich aus wissenschaftlichen Gründen dort. Für unsere Gruppe war die Konferenz ein großer Erfolg. Wir nahmen mit einem Postdoktoranden (Finn Rehling), drei Doktorand:innen (Mareike Mittag, Massimo Martini und Matteo Dadda) und einer Studentin (Nora Anderson) teil, und alle hielten einen Vortrag. Darüber hinaus präsentierten Massimo und Finn Poster, sodass wir insgesamt sieben Beiträge hatten.

Alle Fotos © Ina Voshage

An der Konferenz nahmen viele junge Forschende teil, was hoffentlich auf eine vielversprechende Zukunft für die Tropenökologie hindeutet, da so viele motivierte Wissenschaftler:innen in dieses Fachgebiet einsteigen. Neben der Keynote-Lecture bot das Programm zahlreiche weitere interessante Vorträge. Kim Holzmann beispielsweise präsentierte überzeugende Ergebnisse, die zeigen, dass der künftige Temperaturanstieg bei vielen Insekten zu Hitzeschäden führen kann (https://doi.org/10.1038/s41586-026-10155-w).

© Ina Voshage

Während der gesamten Veranstaltung wurde für reichlich Essen und Getränke gesorgt, und wie immer war auch die Zeit außerhalb der Konferenz-Sessions sehr angenehm. Wir freuen uns schon auf zukünftige Veranstaltungen, bei denen wir hoffentlich weitere faszinierende Einblicke in die tropische Welt gewinnen werden. Als Krönung des Ganzen wurde Massimo mit dem dritten Platz des Merian-Preises für das beste Poster ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch, Massimo!